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von - 09.05.2018

Müssen Eltern zahlen, wenn ihr Kind online shoppt?

Die nahezu grenzenlosen Möglichkeiten des World Wide Web gehen auch an Kindern nicht unbemerkt vorbei. Ab einem gewissen Alter werden Smartphone, Tablet und Laptop immer interessanter. Besonders die bunte Welt des Onlineshoppings kann auf Kinder sehr verlockend wirken. Wenn Kinder online bestellen, wird auch schnell etwas für die Eltern mitgeliefert: nämlich eine dicke Rechnung.

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Ab wann dürfen Kinder online shoppen?

Bis zu einem Alter von sieben Jahren gelten Kinder nicht als geschäftsfähig. Sie dürfen also weder im Geschäft noch im Internet selbstständig etwas kaufen. Auch, wenn Kinder unter sieben Jahren bereits Taschengeld erhalten, müssen vor jedem Kauf die Eltern einwilligen.

Alle Kinder zwischen sieben und achtzehn Jahren sind teilweise geschäftsfähig. Das bedeutet, dass sie für gewisse Geschäfte und Verträge keine Zustimmung der Eltern benötigen. Dabei handelt es sich in der Regel um sogenannte Alltagsgeschäfte. Kinder und Jugendliche dürfen dann zum Beispiel von ihrem Taschengeld ein T-Shirt oder eine CD erwerben. Teure Käufe, die den alltäglichen Rahmen deutlich überschreiten, erfordern die Einwilligung eines Erziehungsberechtigten. Ein Auto für mehrere tausend Euro wird ein Jugendlicher ohne eine solche Einwilligung nicht kaufen können.

Was, wenn Kinder unbefugt online einkaufen?

In vielen alltäglichen Situationen werden diese Regelungen nicht allzu streng befolgt. Möchte zum Beispiel ein 6-jähriges Kind beim Bäcker eine Tüte Brötchen kaufen, wird dieser nicht erst nach einer Einwilligung der Eltern fragen. Er geht davon aus, dass sie Bescheid wissen und einverstanden sind.

Und auch in der Online-Welt können Kinder ganz einfach Wege finden, die Altersgrenzen zu umgehen. Wenn zum Beispiel der Laptop der Eltern nicht passwortgeschützt ist, haben Kinder leichtes Spiel. In vielen Haushalten kommt dann noch hinzu, dass Zugangsdaten und Kennwörter für Amazon oder eBay vorgespeichert sind oder Eltern sich gar nicht erst von ihren Konten abmelden. Dann können Kinder in ihrem Namen einfach drauflos bestellen. Das ist zunächst ziemlich ärgerlich, auf den zweiten Blick aber gar nicht so schlimm. In den meisten Fällen können Sie von Ihrem 14-tägigen Widerrufsrecht Gebrauch machen. Der Kauf kann entweder storniert oder wieder zurückgegeben werden.

Deutlich schwieriger wird es, wenn Kinder oder Jugendliche sich selbst als volljährig ausgeben. Im schlimmsten Fall wird das als Betrug ausgelegt. Ab einem Alter von 14 Jahren können sogar jugendstrafrechtliche Folgen und die Zahlung von Schadenersatz drohen.

Achtung bei kostenlosen Angeboten

Im Netz gibt es unzählige Angebote für Kinder und Jugendliche, die scheinbar umsonst sind. Mit einer kostenlosen Anmeldung zu einem Horoskop, einem Quiz oder einem Forum für Hausaufgabenhilfe kann man nicht viel falsch machen – denken Ihre Kinder. Doch kurz darauf flattern die ersten Rechnungen ins Haus, weil das Kleingedruckte übersehen wurde. Für Eltern gilt dann: auf keinen Fall blind bezahlen! Denn solange Kinder und Jugendliche nicht voll geschäftsfähig sind, gelten Verträge als ungültig, wenn keine ausdrückliche Erlaubnis der Eltern vorliegt. Wenn Eltern zahlen, kann ihnen aber unterstellt werden, sie hätten den Vertragsabschluss nachträglich genehmigt.

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Kinder und Jugendliche aufklären

Den Laptop mit einem Passwort sichern und daran denken, sich nach Benutzung aus Onlineshops auszuloggen, kann hilfreich sein, um teure Überraschungen zu vermeiden. Am wichtigsten ist jedoch, dass Eltern ihre Kinder aufklären. Onlineshopping gehört heute genauso zum alltäglichen Leben wie der Gang zum Bäcker. Deshalb sollten Kinder und Jugendliche schon frühzeitig sowohl über die Vorteile als auch die Nachteile und Gefahren informiert werden. Denn dass ein paar harmlose Klicks ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen können, muss der Nachwuchs erst einmal lernen und verstehen.

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