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von - 02.05.2018

So teuer ist der Gang zum Kieferorthopäden

Kieferorthopäde? Jetzt heißt es: Zähne zusammenbeißen. Denn bei den hohen Kosten fällt den meisten Eltern sofort die Kinnlade herunter. Von der Krankenkasse kommt nur wenig Hilfe und so müssen Eltern für den Kieferorthopäden mehrere tausend Euro hinlegen. Um sich daran nicht die Zähne auszubeißen, sollten sie eine Zahnzusatzversicherung für Kinder abschließen.

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So teuer ist Kieferorthopädie

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt für kieferorthopädische Behandlungen nur, wenn es sich um schwere Fehlstellungen handelt. Und auch dann erstattet sie nur anteilige Kosten. Für Eltern bedeutet das, dass immer noch ein erheblicher Eigenanteil zu leisten ist. Ob die gesetzliche Krankenkasse Kosten erstattet, hängt von der kieferorthopädischen Indikationsgruppe (KIG) ab. Je nach Umfang der Behandlung und Art der Zahnspange variieren die Kosten sehr stark. Eine Zahnspange kann zwischen 2.500 und 8.000 Euro kosten.

KIG 1: Sehr leichte Fehlstellung

Hier ist die kieferorthopädische Behandlung hauptsächlich aus ästhetischen Gründen notwendig. Weil keine dringenden medizinischen Gründe vorliegen, übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht. Diese müssen privat getragen werden.

Eigenanteil: 2.500 bis 8.000 Euro

KIG 2: Leichte Fehlstellung

Hier liegt eine Fehlstellung geringer Ausprägung vor, die eine Korrektur aus medizinischer Sicht erforderlich macht. Allerdings werden die Kosten nicht von der Krankenkasse erstattet. Auch hier müssen Eltern selbst für die kieferorthopädische Behandlung ihrer Kinder aufkommen.

Eigenanteil: 2.500 bis 8.000 Euro

KIG 3: Mittlere Fehlstellung

Bei ausgeprägten Zahn- oder Kieferfehlstellungen ist die Behandlung aus medizinischen Gründen erforderlich. Die gesetzliche Krankenversicherung beteiligt sich mit einer sogenannten Grundleistung an den anfallenden Kosten.

Eigenanteil: 500 bis 1.500 Euro

KIG 4: Starke Fehlstellungen

Ist die Zahn- oder Kieferfehlstellung stark ausgeprägt, gewährleistet die gesetzliche Krankenkasse für die kieferorthopädische Behandlung ebenfalls eine Grundleistung. Denn die Behandlung ist in diesem Fall dringend erforderlich.

Eigenanteil: 1.000 bis 2.000 Euro

KIG 5: Sehr starke Fehlstellung

Extrem ausgeprägte Fehlstellungen müssen unbedingt medizinisch behandelt werden. Aus diesem Grund beteiligt sich auch hier die Krankenkasse an den Kosten für die kieferorthopädische Behandlung.

Eigenanteil: 1.500 bis 2.500 Euro

Zahnzusatzversicherung übernimmt Kosten

Der hohe Eigenanteil für Eltern entsteht, weil die Krankenkassen nur die unbedingt notwendige Grundversorgung übernehmen. Besonders in der Kieferorthopädie fallen für bestimmte Leistungen aber Mehrkosten an. Dabei kann es sich zum Beispiel um Kosten für transparente Zahnspangen, Mini- oder Speed-Brackets, farblose Bögen oder innenliegende Zahnspangen handeln. Einige davon sind aus ästhetischen Gründen wichtig für viele Kinder. Sie können unter anderem aber auch für schnellere und schmerzfreiere Behandlungen sorgen, da sie mit neuen und effektiven Methoden einhergehen.

Wer eine Zahnzusatzversicherung abschließt, erhält deutlich höhere Erstattungen als von der gesetzlichen Krankenkasse. Teilweise übernehmen Versicherungen bis zu 100 Prozent der Kosten. Sie können schon für unter 10 Euro im Monat abgeschlossen werden.

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Früh genug abschließen

Wer zu spät dran ist, kann für seine Kinder unter Umständen keine Zahnzusatzversicherung mehr abschließen. Denn wenn erst einmal eine Zahnfehlstellung festgestellt wurde, ist es in der Regel zu spät. Im Antragsformular müssen Eltern angeben, ob eine Fehlstellung bekannt ist oder ob der Kieferorthopäde sogar schon eine Behandlung angeraten hat. Wenn dies der Fall ist, wird die Versicherung den Antrag nicht annehmen. Deshalb gilt: Je früher eine Zahnzusatzversicherung für Kinder abgeschlossen wird, desto besser. Es empfiehlt sich, ungefähr zwischen dem fünften und dem achten Lebensjahr eine Police abzuschließen. Auf jeden Fall sollte der Abschluss vor dem ersten Besuch beim Kieferorthopäden stattfinden.

Weitere Vorteile

Eltern müssen keine Angst haben, dass sie Monat für Monat in eine Versicherung einzahlen, die sie erst Jahre später brauchen, wenn eine Zahnspange nötig wird. Denn die Zahnzusatzversicherung deckt auch viele weitere Leistungen ab. So werden zum Beispiel Kosten für Prophylaxe-Maßnahmen oder teure Füllungen erstattet. Und auch Zahnersatz kann eine gewaltige Lücke ins Portemonnaie reißen. Zahnersatz ist für Kinder nicht nötig? Und ob, denn Zahnunfälle sind bei Kindern keine Seltenheit. Durch einen unglücklichen Sturz kann es schnell dazu kommen, dass Zahnersatz her muss. Bis also der erste Gang zum Kieferorthopäden überhaupt fällig wird, hat sich die Zahnzusatzversicherung für Kinder oft schon ausgezahlt.

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