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von - 11.04.2018

So können Sie als Familie Steuern sparen

Wenn es um Finanzen geht, ist das Kindergeld allen Eltern ein Begriff. Mit der monatlichen Unterstützung will der Staat sicherstellen, dass die Grundversorgung der in Deutschland lebenden Kinder gewährleistet ist. Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten, das Beste für Ihre Familie herauszuholen.

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Kinderfreibetrag

Kindergeld und der sogenannte Kinderfreibetrag haben das gleiche Ziel. Sie sollen dafür sorgen, dass Eltern für die Grundbedürfnisse ihrer Kinder aufkommen können. Dazu zählt sowohl die Finanzierung von Nahrung und Wohnung als auch von Ausbildung und Betreuung. Beim Kinderfreibetrag handelt es sich nicht um eine monatliche Auszahlung, sondern um einen Steuervorteil für Eltern. Männer und Frauen mit leiblichen, adoptierten oder Pflegekindern können davon profitieren. Eine bestimmte Summe des jährlichen Einkommens (aktuell 7.428 Euro) wird von der Steuer freigestellt.

Zu beachten ist, dass Ihnen nicht beides gleichzeitig zusteht. Entweder erhalten Sie Kindergeld oder Steuervorteile in Form des Kinderfreibetrags. Sie müssen nicht mühsam ausrechnen, welche Variante sich für Sie am meisten lohnt. Diese Einschätzung übernimmt das Finanzamt automatisch, wenn Sie Kindergeld beantragen.

Der Kinderfreibetrag steht beiden Eltern jeweils zur Hälfte zu. Sind Ehepaare den Steuerklassen III und V zugeteilt, wird der Freibetrag vollständig bei dem Elternteil in Steuerklasse III angerechnet. Er kann auch auf Großeltern übertragen werden, wenn das Kind bei ihnen lebt. Getrennt lebende Eltern und Unverheiratete erhalten die Freibeträge automatisch zur Hälfte. Alleinerziehende haben mindestens Anspruch auf den halben Kinderfreibetrag und können beim Finanzamt beantragen, dass ihnen die Hälfte der Freibeträge vom anderen Elternteil übertragen wird. Die andere Hälfte kann bei der „Anlage Kind“ zur Steuererklärung beantragt werden.

Es gelten die gleichen Altersgrenzen wie für das Kindergeld. Grundsätzlich kann der Steuervorteil also genutzt werden, bis das Kind 18 Jahre alt ist. Befindet es sich in einer Ausbildung oder im Studium, erhöht sich die Grenze auf 25 Jahre.

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende

Für Alleinerziehende gibt es einen zusätzlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 1.908 Euro. Dieser bleibt steuerfrei, um Alleinerziehende finanziell zu entlasten. Beim Finanzamt können Alleinerziehende die Steuerklasse II beantragen. Somit wird der Entlastungsbetrag direkt bei der Gehaltsabrechnung berücksichtigt. Das Ergebnis: Sie erhalten monatlich mehr Nettolohn und müssen nicht erst auf die Steuererklärung warten. Jeden Monat bleibt mit der Steuerklasse II ein Zwölftel des Entlastungsbetrags steuerfrei – das sind 159 Euro. Für jedes zusätzliche Kind erhöht sich der Entlastungsbetrag um 240 Euro. Das sind noch einmal 20 Euro im Monat, die nicht versteuert werden. Aber Achtung: Den Entlastungsbetrag erhalten Sie nur, wenn Ihr Kind bei Ihnen lebt und gemeldet ist. Außerdem darf kein weiterer Erwachsener im Haushalt leben. Eine Ausnahme besteht nur, wenn ein volljähriges Kind bei Ihnen wohnt, für das Sie noch Kindergeld erhalten.

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Schon mal was vom Kinderzuschlag gehört?

Nein? Dann geht es Ihnen wie vielen Eltern. Mit dem Kinderzuschlag unterstützt der Staat einkommensschwache Familien. Er beträgt höchstens 170 Euro im Monat und ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Er ist zum Beispiel, anders als das Kindergeld, vom Einkommen abhängig. Eine gewisse Einkommensgrenze darf nicht überschritten werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Betreuungskosten absetzen

Um Steuern zu sparen, können Sie gewisse Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Dazu gehören zum Beispiel Kirchensteuer, Ausgaben für die Altersvorsorge oder Unterhaltskosten. Besonders interessant sind für Familien aber die sogenannten Betreuungskosten. Wenn Ihre Kinder unter 14 Jahre alt sind, können Sie Betreuungskosten von bis zu 6.000 Euro in der Steuererklärung geltend machen. Zwei Drittel davon, also bis zu 4.000 Euro, müssen als Sonderangaben anerkannt werden. Wie und wo Ihr Kind betreut wird, spielt dabei fast keine Rolle. Sowohl Kosten für Kita, Kindergarten und Tagesmutter werden anerkannt.

Sogar, wenn Verwandte Ihre Kinder betreuen und Ihnen dadurch Kosten entstehen, können Sie diese von der Steuer absetzen. Erstatten Sie dem Oma-Taxi zum Beispiel die Fahrtkosten, beteiligt sich das Finanzamt daran.

Achtung: Auf Barzahlungen sollten Sie unbedingt verzichten. Damit die Kosten anerkannt werden, müssen Zahlungen per Überweisung vorgenommen werden. Außerdem sollte ein Vertrag über Arbeitszeit und Lohn bestehen – auch zwischen Verwandten.

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Schulgeld absetzen

Wenn Ihr Kind eine kostenpflichtige Schule besucht, können Sie bis zu 30 Prozent der Kosten (maximal aber 5.000 Euro) als Sonderausgaben in der Steuererklärung angeben. Voraussetzung ist, dass Sie für Ihr Kind Kindergeld oder den Kinderfreibetrag erhalten.

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Ehegattensplitting

Verheiratete Paare können mithilfe des Ehegattensplittings eine Menge Einkommenssteuer sparen. Bei einer gemeinsam abgegebenen Steuererklärung errechnet das Finanzamt die Steuern nicht für jeden Partner einzeln, sondern addiert zuerst die beiden Einkommen und teilt die errechneten Steuern dann durch zwei. Somit ergeben sich in den meisten Fällen Steuervorteile – besonders bei unterschiedlich hohen Einkommen.

Außerdem kann ein Steuerklassenwechsel sich für Ehepaare lohnen. Verdient ein Partner deutlich mehr, ist die Kombination III/V empfehlenswert. Befindet sich der besser verdienende Partner in Steuerklasse III, werden von seinem Gehalt weniger Steuern abgezogen.

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