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von - 11.04.2018

Fast jedes siebte Kind ist auf Hartz IV angewiesen

Immer mehr Kinder und Jugendliche wachsen in Familien auf, die von Hartz IV leben. Fast jedes siebte Kind unter 18 Jahren ist in Deutschland betroffen. Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zeigen, dass damit ein deutlicher Anstieg zu vermerken ist. Noch vor fünf Jahren war nur knapp jedes achte Kind betroffen.

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Ist der Anstieg überhaupt erwähnenswert?

Zunächst klingt das Ganze nicht weiter dramatisch. Doch die genaueren Zahlen der Bundesagentur zeigen, dass der Anstieg durchaus ernst zu nehmen ist. Laut Statistik lebten im Juni 2017 etwas mehr als 2 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren von Hartz IV. Im Vergleich zum Juni 2016 ist die Anzahl somit um 5,2 Prozent gestiegen. Vor fünf Jahren waren es sogar ganze 8 Prozent, also 166.560 Kinder, weniger.

Regionale Unterschiede sind enorm

Die Angaben der Bundesagentur zeigen, dass die Abhängigkeit von Hartz IV von Region zu Region deutlich schwankt. In Bayern ist das Risiko am geringsten. Hier wachsen nur knapp 7 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Familien auf, die auf die staatliche Grundsicherung angewiesen sind. Baden-Württemberg folgt mit 8,4 Prozent. Bremen und Berlin sind der Auswertung zufolge die Schlusslichter: Hier lebte im vergangenen Jahr jedes dritte Kind von Hartz IV. Hamburg und Sachsen-Anhalt bewegen sich mit ungefähr jedem fünften Kind im Mittelfeld.

Anstieg durch mehr geflüchtete Familien

Die Bundesagentur führt den Anstieg besonders auf die steigende Anzahl geflüchteter Familien zurück, die Hartz IV beziehen. Diese müssen in der Regel zunächst den Abschluss des Asylverfahrens hinter sich bringen, genau wie Sprachkurse und verschiedene Integrationsmaßnahmen. Finden sie danach nicht sofort eine Arbeit, werden sie vom Jobcenter betreut, welches sich dann um die Grundsicherung kümmert. Im Vergleich zum Jahr 2012 hat sich die Anzahl ausländischer Kinder, die auf Hartz IV angewiesen sind, fast verdoppelt. Ein besonders starker Anstieg fand zwischen den Jahren 2016 und 2017 durch den erhöhten Zustrom an Geflüchteten statt.

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Kein Nachteil für inländische Kinder

Kinder, die bereits in Deutschland leben und aufgewachsen sind, haben dadurch keine Nachteile. Denn im Gegensatz zum allgemeinen Anstieg lässt sich bei Ihnen eine andere Entwicklung erkennen. In den vergangenen Jahren ist ein Rückgang der auf Hartz IV angewiesenen inländischen Kinder zu verzeichnen. Diese profitieren von der insgesamt sinkenden Arbeitslosigkeit in Deutschland.

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