Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Informationen
von - 10.04.2018

Die Post, Omas Freund und Helfer

So lange wie möglich zu Hause leben, das ist der Wunsch vieler älterer Menschen. Doch wenn die eigenen Eltern immer unsicherer und gebrechlicher werden, fällt es manchmal schwer, diesem Wunsch nicht zu widersprechen. In Bremen will man jetzt Abhilfe schaffen. Hier geht für Senioren bald die Post ab – in den eigenen vier Wänden.

Hausnotruf: Im Notfall schnelle Hilfe auf Knopfdruck - Krankenkassenzuschuss von 55% möglich

In gewohnter Umgebung fühlen Senioren sich nicht nur am wohlsten. Meist ist die Betreuung zu Hause auch günstiger als die Unterbringung in einem Pflegeheim. Es gibt schon viele Angebote, die es erleichtern, pflegebedürftige Angehörige ruhigen Gewissens zu Hause wohnen zu lassen. Dazu gehören 24-Stunde-Pflege, ambulante Pflegedienste oder Hausnotrufsysteme.

Briefträger bringen gute Nachrichten

Zusätzliche Unterstützung kommt jetzt von Briefträgern. In Bremen startet ein bundesweites Pilotprojekt, das die deutsche Post gemeinsam mit den Johannitern auf die Beine stellt. In den kommenden Wochen und Monaten sollen Briefträger nicht nur für die Zustellung der Post verantwortlich sein. Sie werden auch Dienstleistungen für Rentner übernehmen. Klingeln, nach dem Wohlbefinden fragen, Bargeld vorbeibringen oder über diverse Hilfsdienste informieren: All das soll künftig in das Aufgabenfeld der Briefträger fallen.

Das Projekt startet Mitte Mai

Das Projekt „Post Persönlich“ startet im Mai. Gegen eine Gebühr, deren Höhe aktuell noch nicht bekannt ist, sollen Briefträger in regelmäßigen Abständen bei Senioren klingeln und kurz mit ihnen sprechen. Wenn alles in Ordnung ist, senden sie eine SMS an Angehörige. Gibt es einen Notfall, kontaktieren sie die Johanniter. Außerdem sollen sie den Kontakt zu jüngeren Menschen suchen, um diese gegebenenfalls als Helfer zu gewinnen. Neues Personal will die Post für das Projekt nämlich nicht einstellen.

Private Krankenversicherung: Umfangreiche Leistungen - günstige Beiträge

Kooperation mit Wohlfahrtsverbänden, Sparkasse und AOK

Die Post arbeitet nicht nur mit den Johannitern zusammen, sondern kooperiert auch mit der Sparkasse und der AOK. In Zusammenarbeit mit der Sparkasse will die Post einen kostenpflichtigen Bargeldlieferservice anbieten. Ab Juli können Senioren dann bis zu 500 Euro telefonisch bestellen. Einmal in der Woche bringt ein Briefträger das bestellte Geld nach Hause. Unter der Behördennummer 115 wird es außerdem möglich sein, Behördenformulare telefonisch anzufordern.

Lesen Sie auch: Aktion Eltern – Telefonischer Service 115 für junge Eltern

Darüber hinaus arbeitet die Post mit vier Wohlfahrtsverbänden zusammen, denen mehr als 4.000 Helfer angehören. Über deren Dienstleistungen sollen Briefträger ältere Menschen zukünftig informieren. Der Bekanntheitsgrad soll steigen, denn dass neben Pflegediensten auch Angebote der Wohlfahrtsverbände in Anspruch genommen werden können, ist nur wenigen bekannt. Für sieben bis acht Euro pro Stunde bieten diese zum Beispiel Hilfe im Haushalt an. Die AOK sieht darin eine Möglichkeit, Pflegekosten zu senken und unterstützt die Verbände.

Das Projekt soll zunächst bis Ende 2019 stattfinden. Anschließend muss entschieden werden, ob die Stadt Bremen den Service weiterhin finanzieren wird. Für das Projekt investiert sie 245.000 Euro. Ob es „Post Persönlich“ nach der Testphase auch in anderen Städten geben wird, bleibt abzuwarten.

Nichts mehr verpassen

Kostenlos und direkt in Ihr Postfach - Neuigkeiten zu den Themen Kindergeld und Elterngeld sowie Tipps und Empfehlungen rund um die Familie

Zurück zu den News

Weitere Artikel zum Thema

Top-Artikel


Der Kindergeld-Newsletter

Bleiben Sie mit unserem Newsletter immer auf dem Laufenden.

Sie erhalten regelmäßig Neuigkeiten rund um
Kinder- und Elterngeld sowie Kids und Familie.

Bestellen Sie jetzt kostenlos unseren Newsletter!