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von - 31.01.2018

Moderne Familien: Das sind Ihre Rechte

Spätestens seit der Einführung der Ehe für alle hat sich das Familienrecht an moderne Familienmodelle angepasst und berücksichtigt auch alternative Lebensweisen. Diese gehen schon längst über das klassische Bild von Mutter, Vater und Kind hinaus. Was hält das Familienrecht für Stiefeltern, Pflegefamilien und gleichgeschlechtliche Ehen parat?

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Stiefeltern und Stiefkinder

Rechtlich gesehen sind Stiefeltern und Stiefkinder nicht miteinander verwandt. Sie werden im Familienrecht als verschwägert angesehen. Sogar, wenn eine Einbenennung stattfindet und das Kind den Namen des Stiefvaters oder der Stiefmutter annimmt, erfolgen keine rechtlichen Veränderungen. Das sogenannte „kleine Sorgerecht“ können Stiefeltern erst erhalten, wenn sie den leiblichen Elternteil heiraten und dieser zuvor das alleinige Sorgerecht hatte. Mit dem kleinen Sorgerecht steht dem neuen Ehepartner in alltäglichen Fragen ein Mitspracherecht zu. Dies gilt zum Beispiel bei der Frage, wann das Kind ins Bett gehen soll. Erst durch eine Adoption erhalten Stiefeltern das vollständige Sorgerecht – Stiefkinder und leibliche Kinder werden dann gleichgestellt.

Pflegefamilien und Adoptiveltern

Zwischen Adoptiveltern und adoptierten Kindern besteht eine Verwandtschaft. Wenn leibliche Eltern ihre Kinder zur Adoption freigeben, verzichten Sie auf alle ihre Rechte und sind somit rein rechtlich nicht mehr mit ihnen verwandt.

Oft entscheiden sich Eltern daher für Pflegefamilien. So behalten die leiblichen Eltern das Sorgerecht. Pflegeeltern dürfen nur über alltägliche Angelegenheiten entscheiden und erhalten nicht das volle Sorgerecht.

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Regenbogenfamilien

Bisher leben nur in einem Bruchteil aller gleichgeschlechtlichen Ehen und Lebenspartnerschaften Kinder. Doch der Kinderwunsch ist bei homosexuellen Paaren nicht gering. Stammt ein Kind aus einer früheren, heterosexuellen Beziehung, kann es vom neuen Lebens- oder Ehepartner adoptiert werden. Die Ehe für alle ermöglicht darüber hinaus die gemeinsame Adoption oder die Gründung einer Familie. Für lesbische Paare ist die Familiengründung um einiges leichter. Sie dürfen auf die Samenspende zurückgreifen. Leihmutterschaften sind in Deutschland hingegen verboten, weshalb die Familiengründung für homosexuelle Männer schwierig ist. Eine Leihmutterschaft im Ausland ist oft mit rechtlichen Problemen verbunden. Die sichere Variante ist daher die Adoption.

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