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von - 31.01.2018

Kind mit Behinderung: So hilft der Staat

Ein Kind mit Behinderung großzuziehen, ist für Eltern nicht nur emotional aufreibend. Auch die finanzielle Belastung ist oft hoch. Deshalb gibt es für Eltern in diesem Fall spezielle Steuervorteile, die Erleichterung schaffen können.

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Pauschbetrag

Der Behinderten-Pauschbetrag gilt für Kosten, die aufgrund einer Behinderung regelmäßig anfallen. Hierzu gehören Aufwendungen für Medikamente, erhöhten Wäschebedarf oder Hilfsmittel wie Rollstühle und Prothesen. Nicht abgedeckt sind besondere Kosten, die zum Beispiel durch eine Kur oder eine Haushaltshilfe entstehen. Diese können aber als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Den Behinderten-Pauschbetrag erhalten Menschen, deren Grad der Behinderung (GdB) mindestens bei 50 liegt. Bei einem GdB von weniger als 50 (aber mindestens 25) steht der Pauschbetrag Menschen zu, die aufgrund der Behinderung auch Anspruch auf Renten oder andere Bezüge haben. Gleiches gilt, wenn die Behinderung auf einer typischen Berufskrankheit basiert oder sie zur dauerhaften Einschränkung der Beweglichkeit geführt hat. Die Höhe des Betrags variiert je nach GdB, beträgt aber höchstens 1.420 Euro pro Jahr.

Eltern können den Behinderten-Pauschbetrag auf sich übertragen lassen, wenn er nicht vom Kind selbst genutzt wird. Dazu müssen sie bei der Steuererklärung die entsprechenden Zeilen in der „Anlage Kind“ ausfüllen. Außerdem steht Eltern der Pflege-Pauschbetrag in Höhe von 924 Euro zu, sofern das Kind dem Pflegegrad 4 oder 5 zugeteilt ist oder einen Behindertenausweis mit dem Merkzeichen „H“ hat und die Eltern es zu Hause pflegen.

Außergewöhnliche Belastungen

Viele Ausgaben können als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung angegeben werden. Dazu gehört zum Beispiel der behindertengerechte Umbau des Hauses oder das Umrüsten des Autos.

Wenn beide Eltern berufstätig sind und die Kosten für die Unterbringung in einem Tagesheim die zumutbare Belastung überschreiten, können sie ebenfalls geltend gemacht werden. Dies gilt auch für längere Therapieaufenthalte. Aber Vorsicht: Im Vorfeld muss die Therapie unbedingt durch ein ärztliches Urteil als zwangsläufig anerkannt werden.

Wenn Familien häusliche Pflegedienste in Anspruch nehmen oder vergleichbare Betreuungskosten anfallen, können diese als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer abgesetzt werden.

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Kindergeld & Co.

Allen Kindern steht ab der Geburt Kindergeld oder der Kinderfreibetrag zu. Was sich finanziell am ehesten lohnt, wird automatisch vom Finanzamt berechnet. Für Kinder mit Behinderung ist ein Kindergeldbezug über das 25. Lebensjahr hinaus möglich. Voraussetzung ist, dass das Kind aufgrund der Behinderung nicht in der Lage ist, sich selbst zu unterhalten. Für einkommensschwache Familien gibt es außerdem den Kinderzuschlag.

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