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von - 11.10.2017

Kinderlärm: Familienrechte im Mietshaus

Dass Kinder auch einmal Lärm verursachen, ist sicher unvermeidlich. Vor allem Nachbarn stört das häufig. Der Frieden der Hausgemeinschaft kann dann schnell mal getrübt werden. Doch Sie als Familie haben umfangreiche Rechte. Gewissen Lärm durch Kinder müssen Nachbarn akzeptieren.

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Womöglich leben auch Sie mit Ihrer Familie zur Miete in einem Mehrfamilienhaus. Falls ja, kennen Sie sicher die mit dem Nachwuchs verbundenen Probleme. Nicht wenige Nachbarn stören sich an dem für Kinder üblichen Lärm. Ob in der Nacht schreiende Babys, rasant mit dem Bobbycar fahrender Nachwuchs oder Fußball spielende Jugendliche – für Mitmenschen potenziell unliebsame Lärmquellen gibt es viele. Dabei dürfen Kinder allerdings lauter sein als viele ruheliebende Bürger denken. Und auch sonst haben Familien durchaus umfangreiche Rechte.

Kinder dürfen laut sein

Grundsätzlich gilt das Gebot gegenseitiger Rücksichtnahme. Daraus resultiert, dass alle Mieter versuchen sollten, im Alltag so wenig Lärm wie möglich zu produzieren. Das gilt natürlich auch für Kinder. Dennoch haben Kinder diesbezüglich gewisse Sonderrechte. So stellte beispielsweise das Landgericht Berlin klar, dass rennende Kinder, die dabei „fest Auftreten“ sich „normal fortbewegen“. Gleiches gilt für Kleinkinder, die in der Wohnung mit Ihrem Bobbycar unterwegs sind und dabei entsprechende Geräusche verursachen. Solche und ähnliche Lärmquellen müssen alle betroffenen Nachbarn hinnehmen.

Dabei sind die geltenden Nachruhezeiten natürlich auch für Familien bindend. Zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens sollten also auch Kinder Zimmerlautstärke einhalten. Allerdings nur sofern praktisch möglich: Von schreiende Babys etwa oder wütenden Kleinkindern können Nachbarn daher freilich nicht die Einhaltung der Nachtruhe erwarten.

Musizieren ist erlaubt

Viele Nachbarn stören sich an musizierenden Kindern. Dabei gilt, dass betroffene Nachbarn keine rechtliche Handhabe gegen sogenannte „Hausmusik“ haben. Ihr Kind darf also ein Instrument spielen. Zwar kann das Recht aufs Musizieren innerhalb des Mietvertrages eingeschränkt werden, ein vollständiges Verbot des Musizierens ist jedoch unzulässig. Dessen zulässiger zeitlicher Umfang hängt allerdings von der Lautstärke des Instruments ab. Als Schlagzeuger ist Ihr Kind also eher im Nachteil. Für leisere Instrumente gilt jedoch ein recht großzügiger Zeitrahmen von immerhin eineinhalb bis zwei Stunden pro Tag.

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Zankapfel: Kinderwagen im Hausflur

Nicht selten ist der im Hausflur abgestellte Kinderwagen Streitobjekt zwischen Mietparteien. Mieter befürchten beispielsweise, darüber zu stolpern oder fühlen sich aufgrund eines Kinderwagens platzmäßig eingeschränkt. Allerdings dürfen Sie als Familie Ihren Kinderwagen grundsätzlich unten im Hausflur abstellen, sofern eine Mitnahme in die Wohnung nicht zumutbar ist. Das wiederum ist nach Ansicht vieler Gerichte nur dann der Fall, wenn Sie im Erdgeschoss wohnen oder ein Aufzug verfügbar ist. Roller und Fahrräder sind davon allerdings grundsätzlich ausgenommen.

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