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von - 02.08.2017

Aufsichtspflicht – Wie Sie Ihr Kind zur Selbstständigkeit erziehen

Gute Erziehung ist für Eltern manchmal gar nicht so einfach. Vor allem, wenn es um Erziehung zu eigenverantwortlichem Handeln und zur Selbstständigkeit geht. Denn einerseits möchten Sie Ihrem Nachwuchs die dafür nötigen Freiheiten lassen. Andererseits sollten Sie Ihre Aufsichtspflicht nicht verletzen.

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Als Eltern freuen Sie sich sicher, wenn Ihr Nachwuchs Schritt für Schritt selbstständiger wird. Ob eigenständiges Spielen draußen, übernachten bei Freunden oder allein auf dem Weg in die Schule – Kinder nabeln sich oft nur nach und nach ab. Aber für Sie als Eltern bringt es allerdings Haftungsrisiken mit sich, wenn Sie Ihr Kind unbeaufsichtigt lassen. Oder doch nicht?

Das Märchen von der Eltern-Haftung

Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ist Folgendes festgehalten: „Bei der Pflege und Erziehung berücksichtigen Eltern die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu selbstständigem verantwortungsbewusstem Handeln.“ Als Eltern werden Sie also angehalten, Ihrem Nachwuchs Freiräume zu geben.

Im Alltag liest man allerdings allzu häufig, dass Eltern für Ihre Kinder haften. Das ist ein Irrglaube und juristisch gesehen völlig falsch. Denn als Eltern haften Sie im Fall der Fälle lediglich dann, wenn Sie Ihre Aufsichtspflicht nachweislich verletzt haben sollten. Für ein Fehlverhalten Ihres Kindes kann Sie jedoch niemand zur Verantwortung ziehen.

Lediglich Ihr Kind kann ab einem Alter von sieben Jahren gegebenenfalls für Schäden haftbar gemacht werden. Allerdings ist das nur dann möglich, wenn Ihr Kind als einsichtsfähig eingeschätzt wird und sich nachweislich des entstandenen Schadens bewusst war. In diesem Fall wären Haftungsansprüche zulässig.

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Räumen Sie Freiheiten ein

Wie bereits erwähnt, sind Sie als Eltern nach dem BGB angehalten, Ihr Kind zu selbstständigem und verantwortungsbewusstem Handeln zu erziehen. Dem Nachwuchs gewisse Freiräume zu gewähren, ist also unabdingbar. Dabei ist der Erziehungsalltag von Eltern häufig eine Art Gratwanderung zwischen Kontrolle und Selbstständigkeit des Kindes.

Pauschale Vorgaben, wann bzw. in welchen Situationen Sie Ihren Nachwuchs eigenständig handeln lassen können, gibt es dabei nicht. Zu unterschiedlich sind Kinder. Was Sie Ihrem Kind überlassen, sollten Sie daher in erster Linie von seinem Alter und seinem Entwicklungsstand abhängig machen. Und auch der Charakter des Sprösslings spielt eine wichtige Rolle. Einem ruhigen und zuverlässigen Kind etwa können Sie sicher mehr zutrauen als dem noch sehr verspielten und wilden Nachwuchs, der Regeln nur ungern einhält.

In jedem Fall sollten Sie Ihr Kind langsam an neue Situationen heranführen, in denen verantwortungsvolles Handeln wichtig ist. Den zukünftig allein zu bewältigenden Schulweg zum Beispiel sollten Sie mehrfach zusammen gehen, bevor es für Ihr Kind „ernst“ wird. Weisen Sie dabei auf mögliche Gefahrenquellen hin. Gleiches gilt, wenn Sie Ihr Kind allein zu Hause lassen möchten. Auch dies sollten Sie zunächst üben, indem Sie den Nachwuchs zunächst nur wenige Minuten sich selbst überlassen. Ihre Abwesenheitszeiten können Sie schließlich Schritt für Schritt steigern.

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