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von - 19.07.2017

Alleinerziehende: Staat zahlt länger Unterhaltsvorschuss

Die Regelungen zum Unterhaltsvorschuss wurden mit Wirkung zum 1. Juli nachgebessert. Bisher wurde der Unterhaltsvorschuss nur bis zum 12. Lebensjahr gezahlt. Ab sofort können die Zahlungen bis zum 18. Lebensjahr verlängert werden. Zusätzlich bringt eine weitere Maßnahme Alleinerziehenden finanzielle Entlastung.

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Das Bild vom Familienglück zwischen Mutter, Vater und Kind ist in der Praxis nicht immer ganz ungetrübt. Manche Kinder wachsen bei nur einem Elternteil auf. Der andere Elternteil muss in diesem Fall Kindesunterhalt zahlen, dessen Höhe gesetzlich festgelegt ist. Fließt diese Leistung nicht oder in nicht ausreichender Höhe, gewährt der Staat zum Ausgleich einen sogenannten Unterhaltsvorschuss.

Neue Regelungen zum Kindesunterhalt

Die Regelungen zum Kindesunterhalt wurden nachgebessert. Mit Wirkung zum 1. Juli springt der Staat zukünftig auf Antrag bis zum 18. Lebensjahr des Kindes ein, wenn der getrennt lebende Elternteil seinen Unterhalt nicht oder nicht vollständig leistet. Eine durchaus wertvolle Entlastung für viele Alleinerziehende. Denn bisher wurde Unterhaltsvorschuss für höchstens 72 Monate und maximal bis zum 12. Lebensjahr des Nachwuchses gezahlt. Nun entfällt auch die 72-Monatsregelung. Auch Halbwaisen profitieren von dieser Regelung, wenn ihre Hinterbliebenenrente geringer als der Mindestunterhalt sein sollte.

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Fakten rund um den Kindesunterhalt

Getrennt lebende Eltern sind zur Zahlung von Kindesunterhalt verpflichtet, sofern ihr Kind vom anderen Elternteil allein erzogen wird. Wird der Kindesunterhalt nicht wie vorgesehen geleistet, springt der Staat ein und gewährt Unterhaltsvorschuss. Grundsätzlich wird dieser vom Zahlungspflichtigen zurückgefordert.

Die Höhe des Unterhaltsvorschusses ist dabei vom Alter des Kindes abhängig. Nach neuer Regelung werden für Kinder bis 6 Jahre 150 Euro monatlich gezahlt. Bis zum 12. Geburtstag liegt die Höhe des Vorschusses bei 201 Euro. Für Jugendliche bis zum Alter von 18 beträgt der Unterhaltsvorschuss schließlich 268 Euro pro Monat.

Um doppelte Leistungen zu vermeiden, gilt für Kinder ab 12 Jahren eine Sonderregelung. In diesem Fall wird Unterhaltsvorschuss nur gewährt, wenn betreffende Kinder nicht auf Hartz4 angewiesen sind. Zudem wird ein eventuelles Einkommen des Jugendlichen entsprechend gegengerechnet.

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