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von - 05.07.2017

Bundesregierung: Kindergeld zukünftig nur noch 6 Monate rückwirkend

Bekommen Sie Nachwuchs, müssen Sie die eine oder andere bürokratische Hürde nehmen. Die Beantragung von Kindergeld gehört beispielsweise dazu. Geht es nach aktuellen Plänen der Bundesregierung, sollten Sie sich zukünftig nach der Geburt nicht mehr allzu lange Zeit dafür lassen.

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Als frischgebackene Eltern erhalten Sie finanzielle Unterstützung vom Staat. In Form des sogenannten Kindergeldes. Die Leistung soll das steuerliche Existenzminimum Ihres Kindes freistellen und beträgt derzeit mindestens 192 Euro pro Monat. Kindergeld muss nach der Geburt einmalig beantragt werden und wird ab der Geburt bis maximal zum 25. Lebensjahr Ihres Nachwuchses gewährt.

Aktuelle Pläne der Bundesregierung

Allerdings sollten sich Eltern demnächst nach der Geburt nicht mehr allzu viel Zeit mit der Beantragung des Kindergeldes lassen. Denn während die Leistung in der Vergangenheit bis zu vier Jahre rückwirkend gezahlt wurde, wird das wohl in Zukunft nicht mehr der Fall sein. Nach aktuellen Plänen der Bundesregierung soll dafür bald ein zeitlicher Rahmen von nur noch maximal sechs Monaten gelten.

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Als Begründung für die geplante Verkürzung der maximalen Zahlungsfrist führt die Bundesregierung an, dass Kindergeld der eingangs bereits erwähnten Existenzsicherung dienen soll – und zwar bezogen auf das jeweilige Kalenderjahr. Anträge seien daher „regelmäßig zeitnah“ zu stellen. Die geplante Verkürzung der Frist für rückwirkende Zahlungen würde zudem dazu beitragen, dass Anträge schneller von den Behörden bearbeitet werden könnten. Abrundend sei geplant, den Austausch zwischen Bundeszentralamt für Steuern und den Familienkassen zu verbessern.

Vermutlich hat die Verkürzung des maximalen Zahlungszeitraums fürs Kindergeld jedoch noch einen ganz anderen Grund. Und zwar die Eindämmung von Missbrauch der staatlichen Leistung. Derzeit beziehen rund 185.000 Kinder von EU-Ausländer Kindergeld aus Deutschland, obwohl sie gar nicht hierzulande leben. Dabei wird Kindergeld in manchen Fällen auch für mehrere Jahre rückwirkend gezahlt.

Erst kürzlich scheiterte Finanzminister Schäuble mit seinem Vorschlag, das Kindergeld für nicht in Deutschland lebende Kinder von EU-Ausländern zu kürzen. Die Höhe der Zahlung wollte Schäuble dabei vom Niveau der Lebenshaltungskosten des jeweiligen Heimatlandes abhängig machen.

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