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von - 15.02.2017

Unterhaltszahlungen von der Steuer absetzen

In vielen Situationen des Lebens können Sie von Steuererleichterungen profitieren. Zum Beispiel dann, wenn Sie in der Lage sind, Unterhalt an Ex-Partner oder Kinder zahlen zu müssen. Details dazu und was genau Sie beachten sollten, haben wir Ihnen im folgenden Artikel zusammengefasst.

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Scheidungen gehören zu den wohl weniger schönen Dingen des Lebens. Denn in den meisten Fällen bringen sie Ärger und Streit mit sich. Unabhängig davon, ob auch Kinder betroffen sind, bergen Trennungen oftmals eine ganze Menge Konfliktpotenzial. Allein die Klärungen rund ums Finanzielle sind in den allermeisten Fällen nicht einfach - so zum Beispiel die Regelung eventueller Unterhaltszahlungen. Sind diese endlich abgeschlossen, sollte sich der Zahlende auch um die steuerlichen Auswirkungen kümmern. Denn Unterhaltszahlungen sind grundsätzlich steuerlich absetzbar.

Die finanzielle Belastung, aufgrund der Pflicht zur Zahlung von Unterhalt, ist häufig nicht ganz unerheblich. Nicht selten liegen die zu zahlenden Summen bei mehreren Hundert Euro monatlich. Als möglicherweise Betroffener heißen Sie jede finanzielle Entlastung in diesem Zusammenhang sicher willkommen. Die steuerliche Berücksichtigung der Unterhaltszahlungen ist eine der möglichen Entlastungen für Zahlende. Dabei hängt es jedoch von der Art der Unterhaltszahlungen ab, inwieweit Sie die getätigten Zahlungen steuerlich absetzen können.

Unterhalt an den Ex-Partner steuerlich absetzen

Geht es um Zahlungen an Ihren Ex-Partner, besteht grundsätzlich die Möglichkeit der steuerlichen Anerkennung. In diesem Zusammenhang haben Sie sogar zwei Möglichkeiten. Wenden Sie das sogenannte Realsplitting an, können Sie Unterhaltszahlungen in Höhe von maximal 13.805 Euro pro Jahr als Sonderausgaben absetzen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Ihr Ex-Partner zustimmt.

Sollte das nicht der Fall sein, bleibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastungen geltend zu machen. Dabei werden höchstens 8.820 Euro jährlich anerkannt. In diesem Fall ist der absetzbare Betrag zwar geringer als bei Nutzung der ersten Variante. Der Vorteil der Absetzung als außergewöhnliche Belastung liegt jedoch darin, dass der Ex-Partner nicht zustimmen muss. Zudem muss dieser den bezogenen Unterhalt nicht versteuern.

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Unterhaltszahlungen für Kinder

Während die Unterhaltszahlungen an den Ex-Partner steuerlich absetzbar sind, ist das bei Unterhalt an leibliche oder adoptierte Kinder nicht zwingend so. Zwar gelten auch diese Zahlungen grundsätzlich als außergewöhnliche Belastungen und sind demnach bis maximal 8.820 Euro pro Jahr anrechenbar. Allerdings akzeptiert das Finanzamt die Ansetzung nur, wenn fürs betreffende Kind kein Kindergeld bzw. Steuerfreibetrag in Anspruch genommen wird. Bei minderjährigen Kindern sollte dies aber der Regelfall sein. Daher kommt eine Absetzung von Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastung eher für volljährige Kinder in Betracht, für die kein Kindergeld mehr gezahlt wird. Zudem besteht eine weitere Einschränkung. Sollte das volljährige Kind mehr als 624 Euro im Jahr verdienen, wird der übersteigende Betrag von der Maximalgrenze in Höhe von 8.820 Euro abgezogen. Das verringert die steuerliche Entlastung.

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