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von - 01.02.2017

Halbwaisenrente bietet finanzielle Hilfe für Hinterbliebene

Wir leben in einem Land, in dem diverse Sozialleistungen existieren. Diese sollen vor allem Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützen. So zum Beispiel Kinder, die Mutter oder Vater verloren haben – oder gar beide. Denn neben tiefer Trauer kommen in solchen Fällen häufig auch finanzielle Schwierigkeiten auf die Angehörigen Verstorbener zu. Vor allem dann, wenn der Hauptverdiener einer Familie plötzlich aus dem Leben tritt.

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Hilfe in Form der Halbwaisenrente

Für solche Fälle sieht der Gesetzgeber die Zahlung einer sogenannten Waisenrente vor. Dabei wird die Vollwaisenrente gewährt, wenn beide Elternteile versterben. Die Halbwaisenrente soll dagegen hinterbliebenen Witwen bzw. Witwern und deren Kindern helfen und die finanziellen Auswirkungen des erlittenen Verlustes verringern.

Anspruch auf die Zahlung der Halbwaisenrente haben grundsätzlich Kinder bis zum 18. Lebensjahr. Befinden sich diese noch in Ausbildung, wird die Halbwaisenrente bis zum Alter von maximal 27 Jahren gezahlt. Voraussetzung für die Zahlung ist zudem, dass der verstorbene Elternteil vor seinem Tod mindestens fünf Jahre lang in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt hat. Allerdings kann dieser Zeitraum individuell unterschiedlich sein und hängt vor allem vom beruflichen Werdegang und den familiären Lebensumständen des Verstorbenen ab. Für den Anspruch auf Zahlung der Halbwaisenrente ist es unerheblich, ob es sich bei den Beziehern zum Beispiel um leibliche Kinder oder um Adoptivkinder handelt. Auch sind beispielsweise Pflege-, Stief- oder Enkelkinder grundsätzlich bezugsberechtigt.

Die Höhe der Halbwaisenrente ist unterschiedlich. Sie hängt davon ab, ob die Unterstützung aus der Renten- oder Unfallversicherung gezahlt wird. Verstirbt der Elternteil aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit, zahlt die Unfallversicherung eine Halbwaisenrente in Höhe von 20 Prozent des Jahreseinkommens des Verstorbenen – in Form von monatlichen Rentenzahlungen. Andernfalls liegt die Höhe der Halbwaisenrente bei 10 Prozent des bis zum Todeszeitpunkt erarbeiteten Rentenanspruchs des Verstorbenen. In diesem Fall erhöht sich die Rente um einen individuellen Zuschlag, dessen Umfang wiederum davon abhängt, wie lange der Verstorbene in die Rentenkasse eingezahlt hat.

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Wo Sie Halbwaisenrente beantragen können

Kommt es zum Todesfall, steht für die Betroffenen die Trauer zunächst im Mittelpunkt. Um Halbwaisenrente zu erhalten, müssen diese jedoch selbst aktiv werden. Denn ohne eine entsprechende Beantragung erfolgt keine Zahlung. Als Betroffener sollten Sie vor allem deshalb nicht allzu lange mit einem Antrag warten, weil die Halbwaisenrente maximal ein Jahr rückwirkend gezahlt wird und meist einigen Aufwand erfordert. Die Beantragung müssen Sie je nach Lage beim Rentenversicherer, bei der Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse des Bundes vornehmen. Wichtig ist es zudem, vorab das Rentenkonto des Verstorbenen klären zu lassen. Denn erst im Anschluss ist ein Entscheid über die Zahlung der Rente möglich. Allein dieser Schritt benötigt meist etwas Zeit. Denn häufig müssen diverse Unterlagen vorliegen, damit Anwartschaften auf Rentenzahlung als nachgewiesen gelten.

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