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von - 07.12.2016

Baukindergeld – Unterstützung für Familien mit Immobilienwunsch geplant

Familien mit Immobilienwunsch sollen zukünftig staatliche Unterstützung erhalten. In diesem Punkt scheint sich die große Koalition einig – vermutlich auch angesichts anstehender Wahlen. Die ersten wesentlichen Inhalte und Hintergründe des geplanten Baukindergeldes haben wir Ihnen im folgenden Artikel zusammengefasst.

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Wohneigentum ist sehr begehrt. Das ist nachvollziehbar. Denn schließlich gelten die eigenen vier Wände als einzige Altersvorsorge, von der Sie als Bürger schon im Laufe Ihres Lebens profitieren. Zudem bringt Wohneigentum häufig viele Vorzüge mit sich. So schätzen beispielsweise junge Familien mit Kindern den eigenen Garten, den ein Eigenheim mit sich bringt. Dennoch fehlt gerade diesen Personen häufig das nötige Geld, um sich Wohneigentum leisten zu können. Vor allem, wenn dieses in sogenannten Ballungszentren liegen soll. Wohl nicht ohne Grund ist der Anteil junger Immobilieneigentümer in den letzten zwei Jahrzehnten von 23 Prozent auf 15,8 Prozent gesunken (Quelle: Pestel-Institut; Zeitraum 1998 – 2013; Immobilieneigentümer im Alter von 25 bis 35 Jahren).

Baukindergeld soll unterstützen

Um den Erwerb von Wohneigentum einfacher zu machen, möchte der Bund Familien in Zeiten des boomenden Immobilienmarktes und steigender Baupreise finanziell unterstützen. In Planung ist deshalb eine Art Baukindergeld, das nach Angaben des Union-Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder in Form von jährlichen Zuschüssen gewährt werden soll. Im Rahmen eines TV-Interviews signalisierte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre grundsätzliche Zustimmung. Auch die SPD hat ähnliche Vorstellungen. Nach Angaben von Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) möchte diese in „besonders nachgefragten Regionen gezielt Familien mit Eigenkapitalzuschüssen unterstützen“. Die Unterstützung solle dabei zwischen 8.000 Euro und ca. 20.000 Euro je Kind liegen. Genaueres wird laut „Wirtschaftswoche“ derzeit innerhalb der Koalition diskutiert. Zu den noch strittigen Punkten gehört zum Beispiel auch, ob die geplante Förderung auf Regionen ausgedehnt werden soll, in denen die Bevölkerungszahl eher rückläufig ist.

Keine wirkliche Neuerung

Wirklich neu ist die Idee des Baukindergeldes nicht. Sie erinnert etwas an die sogenannte Eigenheimzulage, die bis 2006 existierte und eine der größten staatlichen Subventionen war, die hierzulande jemals ins Leben gerufen wurden. Denn allein im Jahr 2004 wendete der Bund insgesamt rund 11,4 Milliarden Euro dafür auf. Der Nutzen der Eigenheimzulage ist jedoch umstritten. So führte die Förderung nachweislich zu einem Kostenanstieg am Immobilienmarkt und zur Zunahme der Baupreise. Weil die Förderung aus Steuergeldern finanziert wurde, ist auch ihr sozialer Nutzen fragwürdig. Denn letztlich haben auch finanziell schwache Bürger, die sich so oder so kein Eigenheim leisten können, mit ihren Steuerabgaben zur Unterstützung finanzstärkerer Häuslebauer beigetragen.

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Deutliche Kritik am Baukindergeld

Die beschriebenen Kritikpunkte würden vermutlich auch bei Umsetzung des Baukindergeldes zutreffen. Zudem würden bestehende Probleme junger Familien dadurch wohl nicht gelöst. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken gehören „zu hohe Baukosten“ und eine „erschwerte Kreditaufnahme für Familien“ dazu. Nicht zuletzt weist auch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) deutlich auf die langfristige finanzielle Belastung des Staatshaushalts hin, die eine solche direkte Förderung mit sich bringen würde. Das Institut erwähnt in diesem Zusammenhang auch die vergleichsweise hohen Kaufnebenkosten, die Eigentümer zu stemmen hätten – zum Beispiel die Grunderwerbsteuer. Eine Absenkung der Steuer scheint jedoch sehr unwahrscheinlich, da ein Großteil dieser in die Kassen der Länder fließt. Die Zustimmung der Bundesländer wäre deshalb erforderlich.

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